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Ernesto Alvarado

 

Ich bin die Vielen - die Akteure/innen

Elisabeth v. Samsonow hat es einmal mehr geschafft ein außerordentliches Symposium auf die Beine zu stellen. Hier sind die Fotos der beeindruckenden SprecherInnen - Namentlich Elisabeth v. Samsonow selbst, Ernesto Alvarado (braue Jacke), Otto E. Roessler, Heiko Kremer (weisser Pulli). Ich habe mir erlaubt mich teils mit auf die Bilder zu schleichen.

Ernesto Alvarado hat einen fantastischen Vortrag über die weltweit zu findenden Glyphen gehalten. Verblüffend war dabei die Ähnlichkeit der Teils weit über 10.000 Jahre alten Symbole. Unabhängig davon ob man, wie viele Völker dies tun, daran glauben mag ob wir von den Sternen kommen, liegt darin noch ein ganz anderes Wissen. Ich habe mir mitgenommen, das Menschen durchaus weltweit Symbole und Signale universal verwenden, vielleicht sogar universal verstehen. Die Anbetung der Sonne z.B. ist sehr weit verbreitet. Was bedeutet das? Für mich als Medientheoretiker ist es besonders eine Bestärkung in meiner These das wir in Zukunft die Daten der Micro-Contributions, wie sie heute schon gesammelt werden, zu einer individualisierten Kommunikation verwenden können die auf universalen Algorithmen im Hintergrund basieren. (Ich hoffe die Zeit zu finden daraus einen MediaTalk zu machen und ihn hier zu verlinken).

Otto E. Roessler ist einer der berühmten Kritiker der geplanten Versuche am CERN mit deren Hilf Micro-Blackholes entstehen könnten. Seine Kritik ist, das diese Schwarzen Löcher nicht mehr verschwinden könnten und dann innerhalb von 50 Monaten die Erde vernichten. (Wie war das noch mit 2012?). In seinem genialen und unterhaltsamen Vortrag sprach er aber auch über das Lächeln und das menschliche Verlangen Gefallen in Anderen zu erregen. Das Kind WILL das die Süßigkeiten Papa schmecken. Mit Schwarzen Löchern kenne ich mich nicht aus. Aber die zweite Aussage ist natürlich wieder extrem spannend. Wir haben nicht nur Verhaltensabfolgen in uns, sondern diese machen uns auch noch menschlich und zu Menschen. Wieder ein Punkt der mich darin bestärkt an eine computerbasierte Individualisierung zu glauben (die übrigens unter anderem in dieser Hinsicht auch wichtige Hinweise auf die Funktionalität von A.I. enthält). Das heißt: Die Wege die wir gehen mögen gleich sein, aber wie wir den Gang dieses Weges empfinden ist unsere Individualität. Das ist natürlich wertvolles Wissen sowohl für die Schaffung zukünftiger Social-Networks und deren Funktionalität als auch für Branding und virale Funktionalität.

Heike Kremer hat zum Gedenken an Gerburg Treusch-Dieter eine wunderbare, fühlende und anregende Rede gehalten, die alle Anwesenden tief berührt hat. Ich möchte diese Zeilen nochmals dafür nutzen Heiko und Elisabeth dafür zu danken das sie dieses wichtige Archiv gerettet haben, was ein schwerer Kampf und viel viel Arbeit war. Und natürlich bedanke ich mich in Demut, das ich eine kleine Rolle im organisieren der Förderung dieses wichtigen Projekts leisten durfte. 

Also ein wunderbarer Tag, der sich sehr gelohnt hat. Leider konnte ich heute nicht kommen. 

       
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Posted by sarikas.at 

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